Die besonderen 14 Tage im Mai- Teil 2

Am Sonnabend vor Pfingsten wurde ein Jugendgottesdienst auf unserem Gelände in Pruden durchgeführt. Pfingstsonntag waren wir in Schäßburg in der Bergkirche. In dem Gottesdienst wurden 4 Jugendliche konfirmiert. Es war sehr feierlich. Und dann kam der Montag. Auf unserem Gelände wurde wieder das Bezirksfest für den Kirchenbezirk Schäßburg durchgeführt. Der Festgottesdienst wurde im Internet übertragen. Danach bei Bläsermusik, Kaffee und Kuchen feierten wir miteinander .

Die Teamleiterin von “Restore”, Helga Nürnberger, zeigte mir in der darauffolgenden Woche den Nachhilfeunterricht. Sie bieten diesen zur Zeit für ca. 150 Kinder an. Diese bekommen zuerst etwas zu Essen. Danach wird die Zeit mit Singen und einem Video einer Geschichte aus der Bibel ausgefüllt. Nach dieser Zeit beginnt der Nachhilfeunterricht und die Schularbeiten. Beim Mithelfen hab ich gemerkt, wie schwierig diese Arbeit ist und sehr viel Geduld erfordert.

In Wolkendorf haben wir Theo in seinem Objekt”Haus der Begegnungen” geholfen,die Kinder-u.Familienhilfe in Jakobeni besucht, Holz für eine blinde Oma aus Pruden gesammelt u.u.u.. Harald zeigte mir noch Petersdorf, was in einem sehr idyllischen Tal liegt und auch eine schöne Kirche besitzt. Das man zwischendurch mal eine Pause braucht ist klar. Leider ging wieder viel zu schnell die schöne Zeit zu Ende. Kurz vor der Abreise deckten wir uns noch mit Honig ein. Vom für uns wertvollen Prudener Tischler Johann verabschiedeten wir uns, waren noch Zaungäste bei der Hochzeit von Anna+ Alex und dann wurde die Rückreise angetreten. Am anderen Tag beim 6er Bier in Vielau wurden noch lange von den vielen schönen Erlebnissen und Eindrücken begeistert erzählt.

Wir danken unserem Gott für alle Bewahrung, für die vielen Begegnungen mit anderen Menschen, für die tolle Gemeinschaft, für die leibliche Superversorgung von Ute& Co und noch vieles mehr! Das macht richtig Lust auf die nächste Fahrt.

Die besonderen 14 Tage im Mai- Teil 1

Das Pfingstfest rückte näher und Harald hatte seinen Bus wieder vollgepackt. Es soll wieder nach Pruden gehen, raus aus dem hektischen Deutschland und auf in die Natur.

Wir waren eine tolle Gruppe und hatten viel Spaß miteinander. Ob das die gemeinsamen “Verandaessen” , die Pfingstfestvorbereitungen oder die anstehenden Reparaturen waren.

Jugendliche aus verschiedenen Ländern waren zu einem Praktikum von der JMEM-Mission in unserem Objekt im Quartier. Natürlich gab es da einen Abend, an dem jeder sich bei der Ausgestaltung beteiligte. Es war ein wunderschönes gemeinsames Erlebnis mit viel Musik.

Kuchen wurde gebacken, die Kirche geschmückt und auch die 1.Gäste,ein Storchenpaar, landeten auf dem Kirchendach. Es konnte also mit dem Pfingstfest losgehen.

Unserer Margit gilt dabei einen besonderen Dank für den tollen Blumenschmuck, den sie immer so super herstellt.

Pfingsten 2021 ein Höhepunkt in Pruden

Jedes Jahr wurde in den letzten Jahren das Bezirksfest des Kirchenbezirks Schäßburg in Pruden gefeiert. Die Neuprudener Kirchgemeinde, die sowieso dazugehört, hatte dazu eingeladen und das Fest mit ausgestaltet. Für jeden, der dort mitgefeiert hat, war das immer etwas Besonderes. Dieses Jahr wird dieses Bezirksfest in Pruden mit einem großen Festgottesdienst beginnen, der im Internet übertragen wird. Hier eine Einladung von Pfarrer Dr. Stefan Cosoroaba. Er ist ein Organisator für dieses Fest.

Pruden: Eine sächsisch-sächsische Gemeinde

Irgendwo, in den Hügeln und Wäldern hinter Halwelagen und Großalisch liegt Pruden. Auf der Landkarte ist das Dorf fast nicht auffindbar. Man kommt hier nicht einfach zufällig vorbei. Noch vor fünfzig Jahren wird von Hirschen und Wölfen auf der Dorfstraße berichtet. Als kleine Gemeinde des Schäßburger Kirchenbezirks hat Pruden frühzeitig das Schicksal so vieler anderer sächsischen Gemeinden geteilt. Und doch hat hier die Neuzeit ein anderes Lied angestimmt.

In den besten Zeiten zählte die Gemeinde des historischen Bogeschdorfer Kapitel rund um die 500 Seelen. Doch dann kamen die Irrungen und Verwirrungen des 20. Jahrhunderts. Auch wenn die Geschichte weit weg geschrieben wurde, so betrafen ihre Folgen direkt auch diese kleine Gemeinde, die langsam aber sicher erlosch. Krieg, Deportation und Enteignung folgten aufeinander. Die deutsche Schule schloss Ende der 50ger Jahre aus Mangel an Schülern, der Kindergarten folgte 1965. Die drei Nachbarschaften lösten sich der Reihe nach auf. Der letzte ortsansässige Pfarrer, Mosberger Hans, verließ 1973 Pfarrhaus und Dorf. Danach pendelten die Geistlichen von Halwelagen oder Alisch zum Gottesdienst ein. In den 70gern waren noch knapp über 100 Gemeindeglieder in der Ortschaft, die aber alle für ihre Kinder anderswo ein besseres Leben erhofften. Als letztes schloss die Gustav-Adolf Kirche von 1906 für immer ihre neugotischen Türen. Der Alltag der Prudener ging in die Geschichte ein. Die Wende 1990 hinterließ der Kirchengemeinde ganze 4 Seelen. Damit war die sächsische Geschichte des Dorfes zu Ende.

Aber es sollte nur das Ende der ersten sächsischen Geschichte sein! Denn – wie Gott es eben fügt – kam 1996 Harald Nötzold, der Leiter des kirchlichen Heimes „Lutherhöhe“ aus Zwickau nach Siebenbürgen. Im Kontakt mit dem damaligen Dechanten Johannes Friese hatte er Hilfsgüter in das Lukasspital nach Lasseln gebracht. Seine ersten Eindrücke über die Region beschreibt er für das

Heimatbuch von Pruden (Lukas Geddert, „Pruden mitten in der Welt“, Selbstverlag 2009 S. 33). „Wir kamen in tiefster Nacht an und wurden in ein leerstehendes Sachsen-Haus gesteckt, wir schliefen nach Sekunden wie die Murmeltiere. Als wir am Vormittag des nächsten Tages erwachten und die Fensterläden öffneten, kamen wir uns vor wie in einer anderen Welt: Draußen grünte und blühte es überall, die Vögel zwitscherten in einer Vielfalt, wie wir es noch nie gehört hatten. Wir waren in einem Märchenland! Es ging gut weiter in diesen Tagen: Schönes Wetter, eine herrliche Landschaft, und die große Herzlichkeit der verbliebenen Siebenbürger Sachsen, mit denen wir die Pfingst-Gottesdienste feierten.“1997 übernahm Harald Nötzold das Pfarranwesen von Pruden, um es zu einer neuen Lutherhöhe umzubauen. Damit begann aber die zweite sächsische Geschichte von Pruden, denn Zwickau liegt … im Freistaat Sachsen! Es wurde renoviert und neu gebaut. Pfarrhaus, Mühle, Kirche – alles kam dran. Eine immer größer werdende Gruppe aus Sachsen ließ sich für die Region, das Dorf und die Arbeit begeistern. Es kam zu Kooperation zwischen den ersten und zweiten Prudener Sachsen. Als die Landeskirchenversammlung der Evangelischen Kirche A.B. in Rumänien die Ordnung der Zweitmitgliedschaft beschloss, überlegten die neuen Sachsen nicht lange. Ganze 37 schrieben sich in die Prudener Kirchengemeinde ein und wählten Harald Nötzold zum Kurator. Dieser selber kann die vielen Reisen gar nicht mehr zählen, bei denen er die 1.400 km zwischen der Lutherhöhe 1 und Lutherhöhe 2 überbrückte. Sie dürften gut und gerne an dem Hunderter kratzen. Es war schon fast eine Fügung, dass 2016 der siebenbürgische Pfarrer Harald Pepel zum Superintendenten von Zwickau gewählt worden ist. (Oder habe die Neu-Prudener hier ein Händchen mit im Spiel gehabt?) Damit wurde die Verbindung zusätzlich gestärkt. Auch auf landeskirchlicher Ebene wurde die Verbindung fortgeschrieben. Oberkirchenrat Friedemann Oehme aus Dresden sorgt mit Beharrlichkeit im Landeskirchenamt dafür, dass die Evangelische Kirche A.B. in Rumänien auf der Tagesordnung bleibt. Das Gustav-Adolf Werk Sachsen, setzt sich ebenfalls unermüdlich für Belange in Rumänien ein. Und im Bischofshaus in Hermannstadt wird an diesem sächsisch-sächsischen Netz mitgesponnen.   

Als Anerkennung der Leistungen in Pruden hat Dechant Dr. Bruno Fröhlich sich entschieden, in dieser Kirche und der Gemeinde der Neu-Prudener (wie sie sich selber nennen. Siehe: www.gemeinde.pruden.eu ) das jährliche Bezirks-Gemeindefest zu feiern. In Vor-Pandemiezeiten kamen aus Reen und Alisch, Schäßburg und Keisd gut über hundert Gemeindeglieder zusammen, um Geist und Gemeinschaft zu teilen. 2020 hat die Pandemie sowohl die Neu-Prudener als auch das Gemeindefest vorübergehend ausgebremst. Aber wer denkt, dass dieses das Ende war, kennt weder die Sachsen noch … die Sachsen. Im Juli 2020 waren die Neu-Prudener wie selbstverständlich wieder da. Und 2021 kann nun das Pfingsttreffen, bereichert durch die digitale Erfahrung der vorhergehenden Internetgottesdienste, wieder starten. So wird herzlich für den 24. Mai (Pfingstmontag) um 11:00 Uhr (rumänischer Zeit) zu präsentischer und digitaler Teilnahme nach Pruden eingeladen. Es ist der vierte grenzübergreifende Gottesdienst in Zusammenarbeit mit dem Verband der HOGs, nach denen in Michelsberg, Mediasch und Kronstadt. Teilnehmen kann man auf ZOOM (Link auf www.siebenbuerger.de) und über Facebook (EKR Gottesdienste).

 Man darf gespannt sein, wer sich alles dazu gesellt!  

Stefan Cosoroaba

Ostern 2021 in Pruden

Um das Osterfest fuhr wieder ein sächsisches Team nach Pruden. Es war herrlich das Frühlingserwachen dort mitzuerleben. Die Gespräche und die tolle Gemeinschaft untereinander und auch mit den Bewohnern des Dorfes ist immer wieder ein besonderes Erlebnis. Auch der Besuch des Ostergottesdienstes in Schäßburg bleibt in guter Erinnnerung.

Die Breite vor der Stadt Schäßburg war ein gelungener Ausflug. Es gab sogar Familienverstecke dort. Beim gemeinsamen Essen war immer Stimmung.

Natürlich wurde auch der Nasszelleneinbau im Pfarrhaus weitergeführt. Dabei waren alle fleißig wie die Bienen. Unserem Gott danken wir ganz besonders für die schöne Zeit dort, alle Bewahrung und das unproblematische Hin- und Zurückreisen. Pfingsten kommen wir bestimmt wieder!

Liebe Rumänienfreunde!

Am 1.3.2021 verstarb unser Andreas Vogler aus Dresden. Wir durften ihn viele Jahre erleben, wie er sich gerade um die Kirchturmsuhren auf verschiedenen Kirchenburgen kümmerte, sie liebevoll wieder restaurierte und neues Leben einhauchte. Danke!! Der Familie möchten wir deshalb unsere aufrichtige Anteilnahme aussprechen. Gott möge Ihnen Kraft und Trost in diesen schweren Stunden geben. Im Link sind noch meherere Leute, die einfach dankbar mit Abschied nehmen.

https://m.facebook.com/groups/596478620540754/permalink/1658270727694866/?sfnsn=mo

2021 Endlich geht es los!

Die Corona-Pandemie hat auch für unser Team starke Einschränkungen auferlegt. Trotzdem wurde im Februar, im Vertrauen auf Gottes Hilfe, eine Fahrt nach Pruden gewagt. Harald wurde mit seiner Mannschaft natürlich dort herzlich begrüßt. Bei uns in Deutschland war tiefster Winter während es dort 10 Grad Plus war. Da konnte man noch herrlich am und auf dem Glockenturm spielen.

Die Bauaktion im Pfarrhaus wurde weiter durchgeführt. Dank unserem fleißigen Tischler Johann aus Pruden wurde der Holzfußboden neu eingebaut. Wir sind sehr dankbar, daß er in seinem hohen Alter sich noch so super in unserem Objekt einbringt. Darauf konnte nun wunderbar der Trockenbau erstellt werden. Einen großen Dank an Familie Nötzold für diese Aktion. So kann man schon gut erkennen, daß es Zimmer mit Nasszellen werden.

Die nächste Fahrt ist zum Osterfest geplant. Vielleicht sind bis dahin alle Beschränkungen weggefallen. Natürlich freuen wir uns über jeden, der mitfahren und helfen möchte. Anmeldungen nimmt Harald Nötzold gern entgegen.

Leuchtende Kinderaugen

Anfang Dezember wurde wieder ein LKW aus Rumänien geordert und mit Weihnachtspäckchen beladen. Er sollte wieder in das Gebiet Schäßburg fahren und vielen Familien und Kindern eine Weihnachtsfreude von uns bringen. Ein großer Dank an die Familie Kipping, die diese Aktion so toll organisiert hat.

Dort angekommen, wurde gleich mit dem Verteilen begonnen. Auch dafür an alle Mitwirkenden einen großen Dank.

Wir wünschen allen ein gesegnetes Weihnachtsfest, eine besinnliche Weihnachtszeit und Gottes Segen und seine Begleitung auch im Neuen Jahr. Wir sind bei ihm in den besten Händen!

“Goldene Herbsttage” in Pruden

Ab 20.10.20 fuhren wir nach Pruden. Geplant war eine Bauaktion im alten Pfarrhaus. 20 Personen hatten sich vorher gemeldet. Durch die verschärften Coronabestimmungen wurde aber alles anders. Zuletzt bestand unsere Gruppe noch aus 9 Personen. Deshalb hatten wir dann einen großen Materialtransport dorthin durchgeführt. Es waren wunderschöne warme Herbsttage dort. Die Weintrauben waren schön süß und wurden geerntet.

Der Rasentraktor bekam seine jährliche Wartung. Vorbereitungsarbeiten für unsere Bauaktion wurden natürlich durchgeführt. So haben wir 3 neue Dachfenster eingebaut. Später sollen in den großen Räumen noch Naßzellen integriert werden.

Am Sonntag wurde in der Bergkirche in Schäßburg der Gottesdienst zusammen mit den dortigen Blechbläsern ausgestaltet. Es machte großen Spaß. Pfarrer Fröhlich begrüßte uns sehr herzlich. Nachmittags wurde ein Spaziergang zur Fürstenquelle unternommen.

Der hinter unserem Dorf Pruden neu angelegte Campingplatz wurde natürlich auch gleich inspiziert. In der darauf folgenden Woche besuchten wir auch Hermannstadt, schauten mal über den Marktplatz und besuchten die Zentrale der “Hermannstädter Zeitung”. Das Büro war nur durch das geöffnete Fenster zugänglich (Coronavorsichtsmaßnahme). Danach fuhren wir in das schöne große Dorf Urwegen.

Auch in Pruden war manchmal auf der Hauptstraße viel Betrieb. Das Restoreteam arbeitete mit Hochdruck in Seleus an ihrem Objekt. Hier sollen die Kinder Nachhilfeunterricht und missionarische Angebote bekommen. Vor dem Winter müssen unbedingt die Dächer noch neu gemacht werden. Wir sind für die schöne Zeit unserem Gott dankbar. Sie ging nur viel zu schnell vorbei und ich denke auch für unsere Prudener Hauskatze waren es lukullische Tage an die sie bestimmt noch lange denkt.

Begrüßung eines neuen Mitglieds und Termin des Jahrestreffen

Wir freuen uns, daß wir als 37.Mitglied unserer Neuprudener Kirchgemeinde Frau H.Buresch begrüßen dürfen.

Unser Jahrestreffen ist am 08.11.2020 auf der Lutherhöhe in Vielau ab 15.00 Uhr. Alle Mitglieder und Freunde sind herzlich eingeladen. Bitte meldet Euch bei H.Nötzold an.

Ideen, Planungen und Zukunftsvisionen

Das alte Pfarrhaus hat sehr große Zimmer. Um diese Räume zweckmäßiger zu nutzen wird überlegt, die Bettenanzahl zu verringern und dafür in diese Räume Nasszellen einzubauen. Die Attraktivität der Räume steigt auch dadurch.

Eine Zukunftsvision ist auch dieses alte Schulgebäude. Es wurde zeitweise als Kulturhaus in Pruden genutzt. Da es an unsere Kirchgemeinde wieder zurückgegeben wurde, sollte es einen sinnvollen Zweck bekommen. Die Anmeldungen für Familienfreizeiten in unserem Projekt steigt. Sinnvoll wäre es, dieses Gebäude für diese Zwecke noch herzurichten. Auf unserem Gelände könnten dadurch mehrere kleine Gruppen gleichzeitig sein. Natürlich wissen wir auch:” Der Mensch denkt, Gott lenkt!” Deshalb sollte diese Vorhaben in unser Gebet mit eingeschlossen werden. Es werden auch hier für die Realisierung viele Spenden nötig werden. In dem Vertrauen, daß uns unser Herr einen klaren Weg zeigt und uns auch das nötige Geld dafür schenkt, darf ich diese Zukunftsvisionen einfach mal an Euch weitergeben. Es ist immer wieder ein sehr spannender Weg.